So erkennen Sie Durchblutungsstörungen an den Füßen

Wenn Füße dauerhaft kalt bleiben, kribbeln oder schmerzen, kann das auf eine gestörte Durchblutung hinweisen. Häufig liegt die Ursache in einer Arterienverkalkung – medizinisch Arteriosklerose genannt.

(Foto: Jan Romero/Unsplash)

Die Folge: Das Blut fließt nur noch eingeschränkt, das Gewebe wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Im schlimmsten Fall droht ein Absterben des Gewebes.

Durchblutungsstörung: Symptome erkennen

Durchblutungsstörungen an den Füßen äußern sich meist schleichend. Typische Anzeichen sind:

  • kalte Füße oder verstärktes Kälteempfinden
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln
  • blasse oder verfärbte Haut
  • schlechte Wundheilung
  • Schmerzen beim Gehen oder sogar in Ruhe
  • im fortgeschrittenen Stadium: Schädigungen am Gewebe

Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn sich mehrere dieser Symptome gleichzeitig zeigen – oder wenn Beschwerden wie Taubheit oder Schmerzen zunehmen.

Mögliche Ursachen

Häufigste Ursache ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), bei der arterielle Gefäße zunehmend verstopfen. Typische Risikofaktoren dafür sind:

  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • ungesunde Ernährung
  • chronischer Stress
  • fortgeschrittenes Alter

Aber auch Diabetes kann langfristig die kleinen Gefäße in den Füßen schädigen – es droht das diabetische Fußsyndrom. Zudem können zu niedriger Blutdruck oder bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen Durchblutungsstörungen begünstigen.

Ärztliche Diagnose und Behandlung

Wer anhaltende Beschwerden hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Dieser wird zunächst Blutdruck und Blutzucker überprüfen und anschließend weitere Untersuchungen einleiten, etwa:

  • Doppler-Ultraschall zur Darstellung der Blutgefäße
  • Angiographie, bei der Kontrastmittel die Gefäße sichtbar macht
  • Venenverschlussmessung, um auch eine venöse Problematik auszuschließen

Die Behandlung hängt von der Schwere der Durchblutungsstörung ab. In frühen Stadien helfen oft durchblutungsfördernde und blutverdünnende Medikamente.

Bei fortgeschrittener Verengung kann ein operativer Eingriff nötig werden, bei dem die Engstelle per Ballonkatheter geweitet wird. Ist bereits Gewebe abgestorben, kann im äußersten Fall eine Amputation unvermeidbar sein.

Was Sie selbst tun können

Wer Risikofaktoren ausschaltet, kann der Entstehung von Durchblutungsstörungen vorbeugen:

  • Nikotinkonsum beenden
  • regelmäßig bewegen
  • Gewicht normalisieren
  • auf eine ausgewogene Ernährung achten
  • Bluthochdruck und Diabetes ärztlich kontrollieren lassen

Frühzeitig erkannt und behandelt, lassen sich schwerwiegende Folgen oft vermeiden. Wer Symptome wie anhaltend kalte oder schmerzende Füße bemerkt, sollte nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen.