Ein Medikament soll unsere Beschwerden heilen oder zumindest lindern. Doch Arzneimittel können auch unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Zu seltenen, aber gefährlichen Nebenwirkungen gehören die Arzneimittelallergien.

Wer nach der Einnahme eines Medikamentes, wie zum Beispiel ein entzündungshemmendes Mittel gegen Fußschmerzen, ungewöhnliche Symptome an sich beobachtet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das rät der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA). Bei Arzneimittelallergien treten in den meisten Fällen Hautveränderungen in Form eines juckenden Ausschlages auf.
Es können jedoch auch Allergie-Symptome vom Schnupfen über Asthmaanfälle bis hin zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock auftreten. Relativ häufig werden Arzneimittelallergien von Antibiotika, Epilepsiemedikamenten und Schmerzmitteln ausgelöst.
Auch Naturheilmittel betroffen
Auch sanfte Naturheilmittel wie Echinacea oder Kamille können Allergien hervorrufen, informiert der ÄDA. Gelegentlich stellt sich bei der allergologischen Diagnostik heraus, dass der Betroffene nicht auf den Wirkstoff des Arzneimittels, sondern auf einen so genannten Hilfs- oder Zusatzstoff allergisch reagiert.
Das kann ein Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoff sein. Bei Verdacht auf eine Arzneimittelallergie sollte frühestens zwei Wochen nach dem Rückgang der Beschwerden, jedoch möglichst innerhalb der nächsten sechs Monate, ein Allergietest Klarheit über die Reaktion bringen, heißt es weiter.
In einigen Fällen ist es möglich, mithilfe verschiedener Haut- und Bluttests Hinweise auf die auslösende Substanz zu erhalten. Es ist bei Arzneimittelallergien sehr wichtig, das Ergebnis in einen Allergiepass eintragen zu lassen und diesen bei Arztbesuchen immer vorzulegen. Dann ist jeder Arzt in der Lage, ein optimal wirksames und verträgliches Medikament herauszusuchen.
