Das passiert im Körper, wenn man einen Nagelpilz nicht behandelt

Nagelpilz am Fuß ist unangenehm und hartnäckig. Welche gesundheitlichen Auswirkungen im Körper hat es, wenn man ihn nicht rechtzeitig erkennt oder sogar unbehandelt lässt?

Fuß, von Nagelpilz betroffen

Verliert ein Nagel an Glanz und weist eine weiße, gelbe oder braune Verfärbung auf, ist er möglicherweise von einem Nagelpilz (Onychomykose) befallen. Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion der Nägel, die durch Hautpilze (sogenannte Dermatophyten) ausgelöst wird.

Konsequente Behandlung

Da Nagelpilz nicht von selbst wieder verschwindet, muss er lange und konsequent genug therapiert werden, damit er sich nicht weiter ausdehnt.

Reichen sogenannte Antimykotika, das sind pilztötende Lacke oder Gele, nicht aus, kommen Tabletten zum Einsatz. Diese beinhalten unter anderem die Wirkstoffe Terbinafin, Itraconazol und Fluconazol. Bei Nagelpilz am Fuß müssen die Medikamente in der Regel mindestens drei Monate eingenommen werden.

Bei nicht konsequenter Behandlung besteht die Gefahr, dass sich der Pilz zunächst auf die anderen Nägel ausbreitet. Darauf verweist Dr. Christoph Liebich, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten der Hautarztpraxis Dermazent in München. „Bleibt die Therapie weiterhin aus, kann der Pilz schließlich die umliegende Haut besiedeln und sich von dort weiter ausbreiten“, warnt der Experte.

Schnelle Übertragung über Füße und Hände

So kann Nagelpilz auch von den Füßen auf die Fingernägel gelangen, wenn man die Füße anfasst (zum Beispiel für die Behandlung des Nagelpilzes) und anschließend die Hände nicht gründlich wäscht.

Die Pilzsporen können von den Fingern auch auf andere Hautstellen übertragen werden. Unbehandelt oder unerkannt kann sich der Nagelpilz allerdings nicht nur auf dem eigenen Körper ausbreiten: Auch andere Personen mit einem geschwächten Hautschutzmantel können sich anstecken, wenn sie in Kontakt mit von Fuß- oder Nagelpilz befallenen Füßen oder Händen anderer Personen kommen.

Die gute Nachricht dabei: Laut Dr. Liebich ist Nagelpilz zwar unangenehm und oftmals hartnäckig, jedoch nicht gefährlich. So besteht keine Gefahr für den Körper oder gar die inneren Organe.

Verliert ein Nagel an Glanz und weist eine weiße, gelbe oder braune Verfärbung auf, ist er möglicherweise von einem Nagelpilz (Onychomykose) befallen (Wie sieht Nagelpilz aus?). Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion der Nägel, die durch Hautpilze (sogenannte Dermatophyten) ausgelöst wird. Nagelpilz ist meist die Folge von unbehandeltem oder unerkanntem Fußpilz ist. Dieser bildet sich häufig in den Zwischenräumen, wo es warm und feucht ist.

Risikofaktoren bei Nagelpilz

Risikofaktoren für Nagelpilz sind vor allem feuchte und warme Umgebungen, wie sie in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen oder Gemeinschaftsduschen vorkommen. Wer häufig enge, schlecht belüftete Schuhe trägt oder stark schwitzt, schafft ideale Bedingungen für Pilzinfektionen.

Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Diabetes oder Durchblutungsstörungen haben ein erhöhtes Risiko, da ihr Körper Infektionen schlechter abwehren kann. Auch kleine Verletzungen an den Nägeln oder der Haut, etwa durch unsachgemäße Pediküre oder Sportverletzungen, erleichtern das Eindringen von Pilzsporen. Zudem kann eine familiäre Veranlagung oder der häufige Kontakt mit infizierten Personen das Risiko erhöhen.