Beim Barfußgehen oder Ausführen der neuen Sandale können Verfärbungen der Fußnägel für einen unschönen Anblick sorgen. Was viele Betroffene nicht wissen: Neben den kosmetischen Aspekten können verfärbte Fußnägel jedoch auch Risiken bergen. Wir erklären die Ursachen und Folgen.

Normalerweise sind Nägel rosa durchscheinend, bei einer Abweichung spricht man von einer pathologischen Nagelverfärbung. Fußnägel können sich weiß, gelb, grün, blau oder schwarz verfärben. Die häufigste Nagelverfärbungen sind weiße Flecken.

Die Ursachen sind verschieden, genauso wie die daraus resultierenden Krankheiten.
Nicht alle Nagelverfärbungen erfordern eine Therapie.

Ursachen und Ausprägungen

Nagelverfärbungen können sich durch vielfältige Farben äußern. Eine eigenständige Erkrankung ist eine Verfärbung der Fußnägel allerdings nicht. Vielmehr ist sie ein Symptom einer anderen Krankheit.

Eine der häufigsten Ursachen von verfärbten Fußnägeln ist ein Pilz. Millionen Deutsche haben mit der lästigen Krankheit Nagel- und Fußpilz zu kämpfen. Dahinter steckt eine chronische Pilzinfektion, die sich in den Zehenzwischenräumen, an den Fußsohlen sowie dem Fußrücken bemerkbar machen kann. Verfärben sich die Fußnägel im Zuge einer Pilzinfektion, sind die Sporen durch Mikroverletzungen am Nagel eingedrungen und haben sich ausgebreitet. In diesem Fall spricht man von einem Nagelpilz.

Weiße Verfärbung
Am häufigsten nehmen Fußnägel weiße Verfärbungen an. Ärzte sprechen dabei von Leukonychie. Diese Verfärbung ist meist harmlos. Leukonychie macht sich vorwiegend durch kleine weiße Punkte auf dem Nagel bemerkbar. Weitere Ausprägungen: Totale Weißfärbung (meist angeboren), weiße Quer- und Längsstreifen (Haut- und Nagelkrankheiten) sowie Milchglasnägel, die unter Umständen auf eine Leberzirrhose hindeuten können, manchmal auch auf eine Herzinsuffizienz.

Gelbe Verfärbung
Wer einen gelb verfärbten Fußnagel entdeckt, dazu noch brüchige Nagelspitzen und eine Verdickung des Nagels, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Fußnagel von einem Pilz befallen ist. Sie sollten einen Hautarzt aufsuchen. Doch auch hormonelle Probleme (Pupertät, Wechseljahre) sowie Chemikalien im Nagellackentferner oder Nagellacke (meist rot) können langfristig gelbe Verfärbungen auslösen. Eine mögliche Ausprägung einer solchen Verfärbung ist das Yellow-Nail-Syndrom (Skleronychie), eine Wachstumsstörung, die sich durch verhärtete, verdickte, gelblich verfärbte Fußnägel äußert.

Blau-grüne Verfärbung
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Blutergüsse unter dem Fußnagel, die durch zum Beispiel zu enge, kleine Schuhe entstehen können. Nach der Quetschung oder dem Stoß wird der Fleck zunächst größer, verschwindet danach aber auch rasch wieder. Bei dieser Art der Nagelverfärbung besteht kein Grund zur Sorge.

Dunkle bis schwarze Verfärbung
Wer einen Bluterguss ausschließen kann, und dennoch eine dunkle bis schwarze Verfärbung entdeckt hat, sollte einen ärztlichen Rat einholen. Es besteht das Risiko, dass ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) dahinter steckt. Je eher Sie zum Arzt gehen, umso besser.

Behandlung

Was hilft? Wer den Nagelpilz dauerhaft bekämpfen möchte, sollte zu einem Hautarzt gehen, um die geeignete Behandlungsmethode zu besprechen. Die Palette an Medikamenten reicht von Tinkturen, Salben bis Tabletten.

Vorbeugung

Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe nicht zu klein oder zu eng sind. Trägt man dauerhaft zu enges oder zu kleines Schuhwerk, erhöht sich das Risiko einer Verfärbung des Fußnagels – meist am großen Zeh.

Bei Nagellack: Verwenden Sie stets einen Unterlack, um gelbliche Verfärbungen zu vermeiden. Sind Ihre Nägel bereits verfärbt? Lassen Sie die Verfärbung rauswachsen, und verzichten Sie auf Nagelhärter sowie Nagellack.

Damit kein Fußpilz entsteht, lieber aufs Barfußgehen im Schwimmbad oder auf dem Hotelteppich verzichten. Gewöhnen Sie sich lieber an, in Badeschlappen oder Flip Flops zu schlüpfen.

BITTE BEACHTEN SIE, DASS UNSERE ANGABEN TROTZ GRÖSSTER BEMÜHUNGEN EINEN FACHLICHEN MEDIZINISCHEN RAT DURCH EINEN ARZT GENERELL NICHT ERSETZEN KÖNNEN.