Warum entsteht Hornhaut?

Hornhaut ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und erfüllt eine wichtige Schutzfunktion. Gleichzeitig empfinden viele Menschen sie als störend oder unästhetisch. Besonders an den Füßen kann sie sich in größerem Umfang bilden und zu Problemen führen.

Hornhaut am Fuß (Foto: ZBV)

Was Hornhaut eigentlich ist

Die Hornhaut der Haut, medizinisch Hyperkeratose genannt, darf nicht mit der gleichnamigen klaren Hornhaut des Auges verwechselt werden. Sie besteht aus abgestorbenen Hornzellen, die sich aus hornbildenden Zellen – den Keratinozyten – entwickeln. Diese bilden den Großteil der oberen Hautschicht.

Hornhaut entsteht, wenn die Haut auf Druck, Reibung oder andere Belastungen reagiert. Die Verdickung dient dem Schutz tieferliegender Gewebeschichten vor Verletzungen, Schmutz oder dem Eindringen von Krankheitserregern. Unterstützt wird sie von Fetten, die zwischen den Zellen sitzen und verhindern, dass die Haut aufquillt. Trockene Haut und eine gestörte Hautbarriere begünstigen die Ausbildung.

Wo Hornhaut entsteht

Prinzipiell kann Hornhaut überall dort auftreten, wo die Haut regelmäßig beansprucht wird. Typisch sind die Fußsohlen, vor allem Fersen, Ballen und die seitlichen Fußränder. Auch an den Händen oder Fingerkuppen ist Hornhaut verbreitet – etwa bei handwerklicher Tätigkeit oder beim Spielen von Saiteninstrumenten.

Zu den Ursachen gehören falsches Schuhwerk, eine ungünstige Körperhaltung, Übergewicht oder Fußfehlstellungen wie Senk- und Spreizfuß. An den Händen sind es meist wiederholte Belastungen, die die Haut verdicken lassen.

Wenn Hornhaut zum Problem wird

In der Regel ist Hornhaut schmerzlos und stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar. Problematisch wird sie, wenn sie übermäßig stark wächst. Dann können Risse entstehen, die schmerzhaft sind und Infektionen durch Pilze, Bakterien oder Viren begünstigen. Auch Hühneraugen gehören zu den typischen Folgen. Sie sind Verdickungen der Hornhaut mit einem keilförmigen Kern, der tief in die Haut hineinragen kann. Dies verursacht Druckschmerzen, besonders beim Gehen.

Behandlung und Entfernung

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, Hornhaut zu entfernen. Sie ist Teil des natürlichen Schutzsystems der Haut. Viele Menschen empfinden sie jedoch als störend oder unansehnlich. Eine Entfernung ist außerdem dann sinnvoll, wenn Risse oder Hühneraugen Schmerzen bereiten.

Kleinere Hornhautstellen lassen sich mit Pflastern, Cremes oder speziellen Hornhautraspeln behandeln. Auch Hühneraugenpflaster mit Salicylsäure können helfen. Bei tief sitzenden Hühneraugen sollte die Behandlung einem Fachmann wie einem Podologen überlassen werden, um Verletzungen zu vermeiden.

Vorbeugung

Am wirksamsten ist es, die Ursachen übermäßiger Hornhautbildung zu vermeiden. Dazu gehört passendes, atmungsaktives Schuhwerk, das Druckstellen verhindert, ebenso wie regelmäßige Fußpflege. Ein feuchtigkeitsspendender Balsam kann die Haut geschmeidig halten und Rissbildung vorbeugen. Wer beruflich oder privat viel auf den Beinen ist, sollte die Füße regelmäßig kontrollieren und pflegen.