Patientenberatung – So hinterfragen Sie vorgeschlagene Behandlungen

Manchmal geht es ganz schön schnell zu beim Arzt: Der Mediziner schlägt eine Behandlung vor, und der Patient stimmt direkt zu.

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Besser ist, man hinterfragt die vorgeschlagene Behandlung. Schließlich werden in Deutschland nach Angaben der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft jährlich Millionen unnötiger Eingriffe durchgeführt. Auch im Bereich der Fuß- und Rheumachirurgie werden nicht notwendige Untersuchungen und Operationen durchgeführt und zu häufig geröntgt.

Hangeln Sie sich beim Arztgespräch an den W-Fragen entlang: Welchen Nutzen hat das? Welche Risiken? Wie dringend ist eine Behandlung? Und nicht zuletzt: Was kostet das?

Die W-Fragen verhindern, dass der Arzt nur mit Ja oder Nein antwortet. Statt also zu fragen: Ist das erforscht? Besser: Wie gut ist das erforscht?

Es ist auch hilfreich, sich Notizen von dem Gespräch zu machen, um sie zu Hause nochmal in Ruhe durchzugehen. Es ist unter keinen Umständen zwingend, sich sofort und unmittelbar in der Praxis festzulegen; vor allem, wenn man unsicher ist.

Außerdem haben Patienten immer die Möglichkeit, sich von einem anderen Arzt eine Zweitmeinung einzuholen – die Kosten trägt die Krankenversicherung.