
Intensives Training kann die Fitness steigern, aber auch zu Beschwerden am Fuß führen – insbesondere an den Sehnen. Wiederholte Bewegungsabläufe beim Sport oder im Alltag belasten das Gewebe, was im schlimmsten Fall zu einem Sehnenriss führen kann. Um das zu vermeiden, ist rechtzeitige Entlastung entscheidend.
Eine gereizte Sehne braucht in erster Linie Zeit zur Regeneration. Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) sollte die betroffene Region für mindestens drei, manchmal sogar sechs Wochen geschont werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass sich die Beschwerden verschlimmern – bis hin zum Sehnenriss.
Komplette Ruhigstellung ist meist nicht erforderlich
Wichtig ist: Eine vollständige Ruhigstellung ist in der Regel nicht notwendig. Leichte Bewegungen sind weiterhin erlaubt, sofern sie nicht genau jene Belastung auslösen, die zur Reizung geführt hat. Oft entstehen Sehnenbeschwerden durch monotone, wiederkehrende Bewegungsabläufe – etwa beim Joggen, beim Volleyball oder bei längerem Arbeiten mit der Computermaus. Typisch betroffene Regionen sind die Ferse, Schulter, Knie oder der Ellbogen.
Unterstützung durch Schienen und Verbände
In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, die betroffene Sehne mithilfe einer Bandage, Schiene oder eines Tapes zusätzlich zu entlasten. Das stabilisiert das Gelenk und schützt vor weiteren Reizungen im Alltag. Wichtig ist jedoch, die Anwendung mit ärztlichem oder physiotherapeutischem Fachpersonal abzustimmen.
Alltagsbelastung anpassen
Zur erfolgreichen Heilung gehört auch, den Alltag entsprechend anzupassen. Wer beispielsweise regelmäßig schwere Einkäufe trägt oder im Garten arbeitet, sollte diese Belastungen reduzieren oder Unterstützung in Anspruch nehmen. Das hilft, den Heilungsprozess nicht unnötig zu verzögern.
Sportliche Alternative: Belastung reduzieren statt ganz aussetzen
Sportler müssen das Training nicht zwingend komplett aussetzen. Es kann bereits hilfreich sein, auf eine gelenkschonende Alternative auszuweichen oder die Intensität zu verringern. Ziel ist es, die betroffene Sehne zu entlasten, ohne auf Bewegung ganz zu verzichten – denn moderates Training fördert die Durchblutung und kann den Heilungsprozess sogar unterstützen.
BITTE BEACHTEN SIE, DASS UNSERE ANGABEN TROTZ GRÖSSTER BEMÜHUNGEN EINEN FACHLICHEN MEDIZINISCHEN RAT DURCH EINEN ARZT GENERELL NICHT ERSETZEN KÖNNEN.
