(Foto: Omar Lopez/Unsplash)

Bei einem Hackenfuß (Pes calcaneus) handelt es sich um eine spezielle Fehlstellung des Fußes, die entweder angeboren sein kann oder im Laufe des Lebens erworben wird.

Diese sekundäre Form des Hackenfußes entsteht als Folge einer anderen zugrunde liegenden Erkrankung. Bei Neugeborenen ist der primäre Hackenfuß häufiger anzutreffen und kann in den meisten Fällen von selbst ausheilen. Schätzungsweise ist fast jedes zweite Neugeborene von einem Hackenfuß betroffen, wobei die Ausprägung der Fehlstellung variieren kann.

Die Symptome eines ausgeprägten Hackenfußes sind deutlich sichtbar: Der gesamte Fuß ist nach oben Richtung Schienbein gestreckt, was als Dorsalextension bezeichnet wird. Diese Überstreckung verhindert, dass der Fuß normal nach unten gebeugt werden kann (Plantarflexion). In extremen Fällen liegen die Zehen am Schienbein an, wodurch die Fußsohle nach außen zeigt, und der Fuß scheint eingeklappt zu sein. Im Gegensatz zum Spitzfuß, bei dem die Zehen nach unten zeigen, ist der Hackenfuß das visuelle Gegenteil.

Es ist wichtig zu beachten, dass bei dieser Fehlstellung in der Regel nur die Weichteile betroffen sind, während die Knochen normalerweise unbeeinträchtigt bleiben. Daher ist die Behandlung in den meisten Fällen erfolgreich. In einigen selteneren Fällen kann ein angeborener Hackenfuß mit Knochenverformungen auftreten, was jedoch ungewöhnlich ist.

Ein Hackenfuß beeinträchtigt die normale Gehfähigkeit erheblich. Sogar bei weniger ausgeprägter Fehlstellung sollte eine Behandlung in Erwägung gezogen werden, insbesondere wenn sich die Fehlstellung nicht von selbst zurückbildet. Unbehandelt kann ein Hackenfuß zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen, darunter Veränderungen im Gangbild, Überdehnung von Beinmuskeln und Sehnen, Druckstellen an der Ferse sowie Schmerzen. Dieses Ungleichgewicht kann auch zu einer Schonhaltung führen, was wiederum zusätzliche Probleme im Rückenbereich verursachen kann.

Die Behandlung eines Hackenfußes hängt von der Ursache ab. Bei einem angeborenen Hackenfuß bei Babys kann eine spontane Ausheilung erfolgen. Falls erforderlich, kann eine manuelle Mobilisierung durch Massage und Physiotherapie durchgeführt werden. In einigen Fällen wird auch eine Redressionstherapie angewendet, bei der der Fuß in die korrekte Haltung gezwungen und fixiert wird.

Für schwerwiegendere Fälle oder sekundäre Hackenfüße, die auf andere Erkrankungen zurückzuführen sind, können operative Eingriffe erforderlich sein. Dies kann die Verkürzung der Achillessehne, die Verwendung zusätzlicher Muskelsehnen oder sogar eine Rückfuß-Osteotomie umfassen.

Die Feststellung eines Hackenfußes erfolgt durch sichtbare Symptome sowie neurologische Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, MRT und CT. Eine umfassende Diagnose ist besonders wichtig, wenn sich der Hackenfuß bei Neugeborenen nicht innerhalb weniger Tage zurückbildet.

Es ist nicht möglich, einem primären Hackenfuß bei Babys vorzubeugen, aber bei erworbenen Hackenfüßen kann regelmäßige Bewegung und das Dehnen von Muskeln und Bändern dazu beitragen, die Fußfehlstellung zu minimieren. Nach Verletzungen ist es wichtig, den Fuß in der richtigen Position zu fixieren, um einem Hackenfuß vorzubeugen.

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