
Der Fersensporn verursacht Schmerzen, die sich so anfühlen, als sei man in eine Scherbe getreten. Der dornförmige Knochenauswuchs entsteht vor allem durch dauerhafte Belastung des Fußes. Durch vielfältige Therapiemethoden lässt er sich effektiv behandeln. Und wer seinen Fuß richtig trainiert, kann dem knöchernen Vorsprung am Fersenbein auch gezielt vorbeugen.
Der Fersensporn ist ein Auswuchs am Knochen der Ferse, der starke Fersenschmerzen verursacht. Er entsteht durch eine Überbelastung des Fußes.
Schon beim normalen Gehen wirkt auf den Hinterfuß das Viereinhalbfache des eigenen Körpergewichts ein. Beim Joggen erhöht sich die Belastung sogar auf das Neunfache. Patienten mit Rheuma haben ihn überdurchschnittlich oft, genau wie Menschen mit Senk- oder Plattfuß.
Übergewicht kann den Fersensporn ebenso begünstigen wie hohe Absätze. Diese bewirken nämlich eine Verkürzung der Wadenmuskulatur. Warum ist das so? Durch eine übermäßige Beanspruchung der Plantarfaszie kommt es zu Entzündungen. Diese Sehnenplatte liegt zwischen Zehen und Fersenbein und verpasst dem Fuß seine Wölbung. Zum Schutz der Sehnenplatte lagert der Körper knöchernes Material ab.
Nicht immer bereitet der Fersensporn Probleme, doch wenn sich das Gewebe rund um den Knochenauswuchs entzündet, kann es unangenehm werden. Die Konsequenz sind Fersenschmerzen, die einen normalen Abrollvorgang beim Gehen und Laufen nahezu unmöglich machen.
Warum sich bei manchen Menschen die Plantarfaszie entzündet, während viele andere zwar mit einem Fersensporn (Plantarfasziitis), aber ohne Beschwerden leben, ist nach wie vor unklar.
Weil im Alter das Fettpolster schrumpft, begünstigt auch das die Entstehung eines Fersensporns. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder Zehnte zwischen 40 und 60 Jahren in Deutschland unter diesen Beschwerden leidet.
Behandlung
Die Plantarfasziitis kann von allein abheilen. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht. Bei der Fersensporn-Behandlung stehen Methoden beim Orthopäden von der Bestrahlung über Stoßwellen bis zur Homöopathie bereit. In den seltensten Fällen muss operiert werden. Meist reichen nicht-operative Behandlungsmethoden aus.
Die erste Maßnahme sind meist Einlagen. Sie unterstützen das Fußlängsgewölbe und haben unter der Ferse eine kleine Aussparung mit weichem Material, so dass die entzündete Stelle entlastet wird.
Gegen die Entzündung sind heute vielfältige Therapiemöglichkeiten entwickelt worden. Jedoch verschwindet sie grundsätzlich nicht von heute auf morgen. Damit die durch den Fersensporn verursachte Plantarfasziitis abheilen kann, braucht es in der Regel einige Monate. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation von Nöten. Eine Möglichkeit die Symptome des Fersensporns zu behandeln und zu bekämpfen, sind gezielte Übungsprogramme zur Dehnung der Wadenmuskeln, der Achillessehne und der unteren Fußmuskulatur beim Physiotherapeuten.
Wer die Dehnübungen konsequent praktiziert, hat in der Regel eine rund 80-prozentige Chance nach sechs bis neun Monaten beschwerdefrei zu sein. Spezielle Schuheinlagen mit sogenannten Softspots und Fersenkissen können auf dem Weg zur Besserung Linderung verschaffen. Einige Ärzte bieten des Weiteren auch sogenannte Stoßwellentherapien an, deren Wirksamkeit jedoch bis heute jedoch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.
Häufig wird auch Kortison in die Fußsohle injiziert. Bevor Sie sich aber für diese oft als schmerzhaft beschriebene Therapie entscheiden, sollten Sie sich genauestens über die Nebenwirkungen von Kortison informieren. Eine weitere Alternative zur Behandlung eines Fersensporns ist das medizinische Tapen. Ziel dieser Methode: Die Sehnenplatte kann sich durch das Tape nicht weiter ausdehnen und wird vor schmerzhaften Reizen geschont.
Vorbeugung
Um der Entstehung eines Fersensporns vorzubeugen, investieren Sie regelmäßig Zeit in kräftigende Übungen und Dehnübungen der Fuß- und Wadenmuskulatur. Achten Sie, vor allem bei Sportarten, die mit einer hohen Belastung der Füße einhergehen, auf gut sitzende und dämpfende Schuhe.
Auch die Ernährung kann sich positiv auf Ihre Füße auswirken. Sind Entzündungen im Körper, führen sie oft zu einer Übersäuerung. Basische Nahrungsmittel wir etwa Gurken, Sprossen und Tomaten, Früchte wie Avocados sowie Tofu, Mandeln und Sojabohnen wirken der Übersäuerung entgegen.
Wer zudem ausreichend trinkt, hilft dem Körpern beim Entsäuern. Unser Tipp: Täglich mindestens zwei Liter stilles Mineralwasser, Kräutertee oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen (ohne Zuckerzusatz) trinken. Verzichten sollte man besser auf Weißmehlprodukte und Zucker, alkoholische Getränke und Kaffee. Eiweißhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Käse sollte man von der Liste der Lieblingsspeisen ebenfalls streichen.
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