Erste Hilfe am Fuß

Ein umgeknickter Knöchel beim Joggen, eine schmerzhafte Prellung nach dem Stolpern auf der Treppe oder ein aufgerissener Zehennagel beim Barfußlaufen: Fußverletzungen passieren schneller, als man denkt. Dann stellt sich die Frage: Was ist jetzt zu tun? Und woran erkenne ich, ob ich selbst handeln kann oder medizinische Hilfe benötige?

Erkennen, wie schwer die Verletzung ist

Ein Bluterguss, eine leichte Schwellung oder Druckschmerz nach dem Umknicken sind meist Anzeichen einer Verstauchung oder Prellung. In diesen Fällen reicht die Selbstbehandlung oft aus, wenn die Beschwerden innerhalb weniger Tage zurückgehen.

Anders sieht es aus bei:

  • anhaltend starken Schmerzen
  • Bewegungseinschränkungen oder Instabilität im Gelenk
  • sichtbaren Fehlstellungen
  • Taubheitsgefühlen oder Kribbeln

In solchen Fällen kann ein Bänder- oder Knochenbruch vorliegen. Auch eine Verletzung der Zehennägel oder eine tiefere Schnittwunde sollte ärztlich versorgt werden, wenn sie stark blutet oder sich entzündet.

An wen wende ich mich?

Bei leichteren Verletzungen können Sie sich zunächst an die Hausarztpraxis oder einen Orthopäden wenden. Für akute, schwerwiegendere Beschwerden steht der Notdienst der orthopädischen oder chirurgischen Ambulanz bereit. Bei offenen Wunden oder starker Blutung empfiehlt sich der Weg in die Notaufnahme. Ist keine direkte medizinische Hilfe erreichbar, kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktiert werden.

Was hilft gegen die Schmerzen?

Zur Linderung akuter Schmerzen eignen sich freiverkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Gleichzeitig wirken sie entzündungshemmend. Lassen Sie sich bei Unsicherheit von Apothekerinnen und Apothekern beraten. Ergänzend können schmerzlindernde Salben oder Gele mit Wirkstoffen wie Diclofenac lokal angewendet werden.

Wann zum Arzt?

Nicht jede Fußverletzung muss sofort ärztlich versorgt werden. Halten die Beschwerden jedoch länger als drei Tage an, verschlimmern sich oder treten neue Symptome wie Fieber oder Eiter auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt auch für Diabetiker, da bei ihnen selbst kleine Verletzungen schwerwiegende Folgen haben können.

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