Manche Menschen empfinden ihre Zehen als zu lang – insbesondere, wenn der zweite Zeh den großen Zeh überragt. In solchen Fällen kann eine operative Zehenverkürzung in Erwägung gezogen werden. Der Eingriff wird sowohl aus funktionalen als auch aus ästhetischen Gründen durchgeführt. Was Betroffene über die OP wissen sollten, zeigt dieser Überblick.

Laut Dr. Adrian K. Wiethoff, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Düsseldorf, werden Zehenkorrekturen regelmäßig durchgeführt. Dabei steht für viele Patientinnen der Wunsch nach einer harmonischen Optik im Vordergrund. In manchen Fällen kann auch eine funktionale Beeinträchtigung, etwa durch Schmerzen beim Tragen geschlossener Schuhe, der Auslöser sein.
So läuft eine Zehenverkürzung ab
Bei einer Zehenverkürzung wird in der Regel ein kleiner Teil des Mittelfußknochens entnommen. Die Knochenenden werden anschließend entweder mit kleinen Drähten (die nach einigen Wochen entfernt werden) oder mit Schrauben fixiert, die im Zeh verbleiben können. Danach erfolgt die Modellierung der Haut. Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten und erfolgt meist unter lokaler Betäubung. Bei mehreren Zehen kann eine leichte Dämmerschlafnarkose sinnvoll sein. Patienten sind in der Regel schnell wieder mobil und können die Praxis am selben Tag verlassen.
Mögliche Risiken einer Zehenverkürzung
Wie bei jedem medizinischen Eingriff bestehen auch bei der Zehenverkürzung gewisse Risiken. Dazu zählen unter anderem Schwellungen, verzögerte Knochenheilung oder vorübergehende Empfindlichkeitsstörungen. Laut Dr. Wiethoff sind schwerwiegende Komplikationen selten, dennoch sollten Patientinnen den Eingriff sorgfältig abwägen und sich umfassend beraten lassen.
Orthopädische Fachärzte wie Dr. Willibald Walter weisen auf mögliche biomechanische Auswirkungen hin. Der Fuß ist ein komplexes System, bei dem jede Veränderung das Gleichgewicht der gesamten Körperstatik beeinflussen kann. Auch die Blutversorgung der Zehen ist relativ fein, was die Wundheilung verzögern kann.
Was kostet eine Zehenverkürzung?
Die Kosten für eine Zehenverkürzung liegen zwischen 1.000 und 2.500 Euro pro Zeh – je nach Aufwand und verwendeter Technik. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nur dann, wenn medizinische Gründe vorliegen. Dazu zählen etwa wiederkehrende Schmerzen oder strukturelle Fehlstellungen.
Fazit: Fuß-OP Zehenverkürzung
Eine operative Zehenverkürzung kann aus ästhetischen oder funktionalen Gründen in Erwägung gezogen werden. Der Eingriff gilt als vergleichsweise risikoarm, erfordert jedoch eine gute Vorabklärung und Nachsorge. Ratsam ist eine ausführliche Beratung bei einem spezialisierten Facharzt, um individuelle Risiken und Erwartungen realistisch einzuschätzen.
